Vorwort Depressionen

Vorwort

 

Depression als Krankheit

Eine Depression ist eine Krankheit und hat nichts mit dem alltäglichen Verständnis von „schlechter Laune“ zu tun. Schlechte Laune tritt meist im Bezug zu einem nachvollziehbaren Umstand, seltener aus dem Nichts auf und verschwinden in absehbarer Zeit wieder. Bei Depressionen hingegen findet man häufig keinen unmittelbaren Auslöser. Sie dauern länger an, die Beschwerden sind stärker als alle jemals zuvor empfundenen Gefühle. Die Betroffenen sind durch Zuspruch nicht aufzuheitern. Dies kann soweit gehen, dass bei depressiven Menschen ein Gefühl der inneren Leere ensteht (die Unfähigkeit überhaupt etwas emotional zu fühlen). Hinzu kommen für eine Depression typische Haupt- und Nebensymptome. Schlussendlich gibt es auch verschiedenste Formen der Depression, welche spezifische Charakterzüge aufweisen. Depressionen gehören zu den affektiven Störungen und treten häufig zusammen mit Angststörungen auf.

 

Wie enstehen Depressionen?

Depressionen gehören zu den häufigsten Erkrankungen in den Industrieländern. Wie sie genau entstehen ist nicht abschliessend geklärt, doch aus Gesprächen mit unzähligen Betroffenen und der Forschung lassen sich gewisse Umstände definieren, welche eine Depression begünstigen können. Dazu gehören genetische Voraussetzungen, Stress, Trauma’s, Schicksalsschläge, Rauschmittelkonsum oder auch ein Leben zu führen, was der eigenen persönlichen Natur nicht entspricht. Je stärker und je zahlreicher diese Faktoren sind, umso wahrscheinlicher wird eine Depression, doch treffen kann es im Prinzp jeder und jede.

Biologisch geht man heute davon aus, dass ein Mangel des Botenstoffs „Serotonin“ zu Depressionen führt. Auch betroffen sein können die Botenstoffe „Noradrenalin“, „Dopamin“, „Melatonin“ und „Glutamat“.

 

Depressionen sind heilbar

Depressionen sind für die Betroffenen und deren Angehörige eine starke Belastung. Sie gehören durch Fachpersonen behandelt und die Patienten müssen ärztlich sowie psychologisch eng betreut werden. Erkrankungen welche behandelt werden, verlaufen in der Regel weniger stark und in kürzerer Zeitdauer.

Ab einer gewissen Stärke der Depression kommen oft Medikamente zum Einsatz, welche im Idealfall die Symptome der Krankheit unterdrücken können. Eine langfristige Veränderung hingegen bewirkt nur eine Psychotherapie. Bis diese wirkt, können jedoch Monate, manchmal auch Jahre vergehen. Obwohl man nicht verallgemeinern sollte lässt sich sagen, dass Fachärzte für Psychiatrie (Psychiater) mehrheitlich für medikamentöse und Psychologen (mit entsprechender Weiterbildung) für psychotherapeutische Behandlungen geeignet sind.

Doch es gibt auch gute Nachrichten. Depressionen, so schlimm sie für die Betroffenen sind, lassen sich in der Regel gut behandeln. Selbst für Personen, welche nicht auf Medikamente und Psychotherapie ansprechen, gibt es Hoffnung. Heute stehen der Medizin eine ganze Reihe weiterer, teilweise hoch effektiver, Behandlungsmethoden zur Verfügung (z.B. Elektro-Krampf-Therapien, kurz EKT). Chronische Verläufe sind sehr selten.


Behandlungsmöglichkeiten von Depressionen sind hier aufgeführt.

 

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