über uns

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Diese Seite ist eine kostenlose und unabhängige Informationsquelle. Wir sind Betroffene von (teilweise langjährigen) Depressionen und Angststörungen. Um wieder in der Gesellschaft und in der (Arbeits-)Welt Fuss zu fassen, haben wir ein gemeinsames Projekt lanciert. Die Gestaltung, die Recherchen und die Programmierung oblag einzig und alleine bei uns. Fachärzten/innen, Psychologen/innen und weiteren Fachpersonen kontrolliert bzw. korrigiert lediglich die von uns publizierten Inhalte*. Für alle Interessierten wollen wir kurz unsere persönlichen Geschichten darlegen.


 

Projektverantwortlicher

Männlich, Schweizer, Geburtsjahr 1985

Diagnose: Schwere Depressionen, Angststörungen (inkl. Panikstörung) und ADHS

Ich litt 4 Jahre unter schweren Depressionen und Angststörungen in Komorbidität mit ADHS. 2 Klinikaufenthalte. Ich probierte 24 Psychopharmaka (nicht alles Antidepressiva) in verschiedensten Kombinationen. Ich erhielt 32 EKT-Behandlungen, Injektionen mit Botox, alternativmedizinische Behandlungen usw. alles ohne jeglichen Erfolg (abgesehen von Botox). Das perfideste an meiner Krankheit fand ich immer, dass es einem nicht nur völlig beschissen geht, sondern man dazu auch noch komplett hoffnungslos ist und kein Ende dieser Katastrophe sieht. Diese Hölle kann nur jemand wirklich nachvollziehen der diese einmal erleben „durfte.“ Heute geht es mir durch neue Medikamente, Botox und Sport sehr viel besser, auch wenn ich (logischerweise) niemals damit gerechnet habe. Ich habe mich auch persönlich verändert und versuche in meiner Psychotherapie die Ursachen meiner Krankheit zu ergründen. Medikamente nehme ich immer noch, aber ich leide nur noch punktuell unter meiner Erkrankung. Doch wie ich immer sage: Man wird nicht wieder gesund, man wird ex-depressiv. Denn diese Hölle zu erfahren wird einem das ganze Leben lang begleiten, auch wenn man nicht mehr direkt davon betroffen ist.

Psychotherapie: Ja, analytische Richtung

Aktuelle Medikation: Abilify, Ritalin, Lamotrigin und Duloxetin

Weitere aktuelle Massnahmen: Botox

 

 

Projektmitarbeiterin

Österreicherin, Geburtsjahr 1988, weiblich

Diagnose: Borderline-Persönlicheitsstörung und schwere Depressionen

Ich wurde ca. ein halbes Jahr wegen Depressionen behandelt. Ich nahm diverse Medikamente ein, mit -diplomatisch formuliert- mässigem Erfolg. Mein Arzt hatte nur von Psychopharmaka eine Ahnung, von Psychotherapie leider nicht. Aber wie sollte ich als Depressions-Neuling den Unterschied zwischen einer Psychotherapie und einer Medikations-Therapie erkennen? Nach 6 Monaten wurde ich in eine Klinik eingeliefert. Eine Psychologin (kein Arzt) hatte das erste Mal den Verdacht einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Dies sei schwierig zu erkennen gewesen, da ich mich nicht ritzen würde, sagte sie später. Ein Arzt bestätigte bei mir eine Borderline-Persönlichkeitsstörung und empfahl mir eine Psychotherapie bei einem spezialisierten Psychologen, da man Persönlichkeitsstörungen nur beschränkt medikamentös Behandeln könne. Mittlerweile ging es mir so schlecht, dass ich akut Selbstmordgefährdet war. Ich wurde in eine geschlossene Abteilung eingeliefert. Nach diversen Medikamenten Umstellungen ging es mir ein wenig besser und ich wurde entlassen. Kurz darauf ein erneuter Zusammenbruch. Ein zweiter Klinikaufenthalt stand bevor. Ich wurde aufgrund meiner Suizidabsichten in eine allgemeine Station eingewiesen, der absolute Horror. Wie man sich eine Psychiatrische Klinik aus irgendwelchen schlechten Filmen vorstellt. Nach 2 Wochen wurde ich in die Spezialstation für Persönlichkeitsstörungen überwiesen. Diese war total anders uns sehr angenehm. Es folgten erneute Medikamenten-Umstellungen und ich begann eine intensive Psychotherapie mit 3 Stunden pro Woche. Ich habe heute immer noch Medikamente, doch setze ich auf Psychotherapie. Dies dauert zwar länger aber es hilft mir unter dem Strich mehr als diese Medikamenten-Cocktails.

Psychotherapie: Verhaltenstherapie und Psychoanalyse

Aktuelle Medikation: Anafranil und Seroquel

 

 

Projektmitarbeiter

Deutscher, Geburtsjahr 1972, männlich

Diagnose: Schwere Depressionen

Zuerst ging ich zu einem Psychiater, welcher trotz meiner schweren Depression auf Psychoanalyse setze. Es wurde immer schlimmer. Schlussendlich wechselte ich den Arzt und landete bei einem Medikamenten-Doktor, also von einem extrem ins andere. Es folgten über 2 Jahre Behandlungen mit Antidepressiva und anderen Medikamenten. Leider ohne irgendwelche Resultate zu erzielen. Ich kam mir vor wie eine Labormaus der Pharmaindustrie. Nach zwei Jahren der erste Klinikaufenthalt. Nach erneuten völlig erfolglosen und überflüssigen Medikations-Umstellungen wurde mir eine Elektro-Krampf-Therapie (EKT) empfohlen. Nach anfänglichem Misstrauen willigte ich ein. Tatsächlich spürt man von den Stromschlägen absolut nichts und die Narkose fand ich sehr angenehm, fast zu angenehm. Nach ca. 8 Behandlungen machte es plötzlich „klick.“ Wie ein Knoten der sich löst. Nach 12 Behandlungen war ich komplett Symptomfrei und konnte wieder arbeiten gehen. Medikamente nehme ich heute keine mehr. Dies ist auch insofern gut, dass ich keine Libidoprobleme mehr habe. Diese sexuellen Probleme sind eine einzige Katastrophe. Man ist ohnehin schon depressiv und kann das, was einem vielleicht gut tun würde auch nicht mehr machen. Eine Psychotherapie mache ich auch keine mehr, nur noch alle 12 Wochen eine EKT. Ich bin froh wieder auf den Beinen zu sein. Es gibt nichts schlimmeres als eine Depression.

Psychotherapie: Nein

Aktuelle Medikation: keine

Weitere aktuelle Massnahmen: EKT

 

 

Haltet durch und viel Kraft an alle da draussen, welche täglich kämpfen um zu überleben… es lohnt sich!

 


 

Ein Dank geht dabei an:

  • Dr. med. B. Rust, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Dr. phil. E. Hoffmann, Fachpsychologin für Depressionen und Angststörungen
  • lic. phil. C. Kaufmann, Psychologe und Dozent
  • lic. phil. S. Radelfinger, Psychotherapeutin
  • M. Studer, Alternativmediziner

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