Detailinformationen Trazodon

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Allgemeine Informationen

  • Handelsnamen: Thombran, Trittico, div. Generika
  • Kategorie: Atypisches Antidepressiva, SRI, Antagonist der 5-HT2-Rezeptoren
  • Indikation: Depressionen

 

Dosierung, Einnahme & Wirkungseintritt

Die Einnahme: 1x täglich Abens nach den Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Depressionen: 75-600mg

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartmedikation abweichen. Menschen verfügen über einen unterschiedlich schnellen Stoffwechsel. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Wirkungseintritt gegen Depressionen: Nach ca. 2-4 Wochen
Wirkungseintritt Sedation: Nach der ersten Einnahme

 

Altersfreigabe

Ab 18 Jahren

Ein Arzt darf dieses Medikament auch an jüngere Patienten verschreiben
Die Altersfreigabe sagt nichts über die Wirksamkeit bei Minderjährigen aus

Eine Altersfreigabe für Minderjährige bekommt ein Medikament nur, wenn dazu spezifische Studien mit minderjährigen Probanden durchgeführt wurden. Die meisten Hersteller scheuen die Kosten für solche Studien.

 

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%): Mundtrockenheit

Häufig (1-10%): Gliederschmerzen, Rückenschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Schläfrigkeit.

Gelegentlich (0.1-1%): Schwächegefühl, Ödem, grippale Symptome, Müdigkeit, Schmerzen im Brustraum, Fieber, Miktionsstörungen, Hautausschläge (Rash), Hitzewallungen, Juckreiz, vermehrtes Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magenschmerzen, Verdauungsstörungen, Magen-Darm-Entzündung, Nasenkongestion, Kurzatmigkeit, orthostatische Hypotonie, Hypertonie, kurze spontane Bewusstlosigkeit, Sehstörungen, Serotonin-Syndrom, Konvulsionen, Benommenheit, Schwindel, Kopfschmerzen, beeinträchtigte Konzentrationsfähigkeit, Unruhe, Zittern, Gedächtnisstörungen, Muskelzuckungen, Sprachstörungen, Bewegungsstörungen, Geschmacksstörungen, Suizidgedanken und Suizidverhalten, Verwirrung, Schlaflosigkeit, Desorientierung, Manie, Ängstlichkeit, Nervosität, Unruhe, Illusionen, aggressives Verhalten, Halluzinationen, Alpträume, Libidoverminderung, Entzugserscheinungen, Gewichtsverlust, Hyponatriämie, Appetitlosigkeit, verstärkter Appetit.

Selten (0.01-0.1%): Verstopfung, vermehrter Speichelfluss, Darmverschluss, Herzarrhythmusstörungen, tiefe Herzschlagfrequenz, Herzrasen, Anomalien im EKG, Kribbeln auf der Haut, Blutbildveränderungen, Leberfunktionsstörungen, intrahepatische Cholestase, Erhöhung der Leberenzymwerte.

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effket (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

Die meisten Nebenwirkungen verschwinden zudem 3-4 Wochen nach Beginn der Therapie.

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Die Analyse einer begrenzten Anzahl von Schwangerschaften zeigte keine unerwünschten Wirkungen von Trazodon auf die Schwangerschaft.

Während der Schwangerschaft sollte Trazodon nicht angewendet werden, es sei denn, die Behandlung ist absolut notwendig. Wenn Trazodon bis zur Entbindung eingenommen wird, muss das Neugeborene überwacht werden, da das Risiko von Entzugserscheinungen besteht.

Beschränkte Daten zeigen, dass Trazodon nur in geringem Mass in die Muttermilch übergeht. Aufgrund des Mangels an Daten sollte Trazodon während der Stillzeit nicht eingenommen werden bzw. sollte abgestillt werden.

 

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