Detailinformationen Tranylcypromin
 

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Allgemeine Informationen

  • Handelsnamen: Jatrosom, div. Generika
  • Kategorie: MAO-Hemmer
  • Indikation: Depressionen und Angststörungen


Diese Informationen stammen nicht aus dem Schweizer Arzneimittelkompendium und können demnach unzutreffend und/oder unvollständig sein! Die Fachinformationen der Deutschen oder Österreichischen Arzneimittelkompendien sind nicht öffentlich zugänglich.

 

Dosierung, Einnahme & Wirkungseintritt

Einnahme: 1-2x täglich (nicht nach 15h) unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Alle Indikationen: 20-60mg

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartmedikation abweichen. Menschen verfügen über einen unterschiedlich schnellen Stoffwechsel. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Wirkungseintritt gegen Depressionen: Nach ca. 2-4 Wochen
Wirkungseintritt gegen Angststörungen: Nach ca. 4-6 Wochen

 

Altersfreigabe

Ab 18 Jahren

Ein Arzt darf dieses Medikament auch an jüngere Patienten verschreiben
Die Altersfreigabe sagt nichts über die Wirksamkeit bei Minderjährigen aus

Eine Altersfreigabe für Minderjährige bekommt ein Medikament nur, wenn dazu spezifische Studien mit minderjährigen Probanden durchgeführt wurden. Die meisten Hersteller scheuen die Kosten für solche Studien.

 

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%): Schlaflosigkeit und andere Schlafstörungen, Blutdruckabfall beim Aufstehen, niedriger Blutdruck.

Häufig (1-10%): Angstzustände, motorische Unruhe, Unruhe, Schwindelgefühl, Mundtrockenheit, Müdigkeit, Herzklopfen, hoher Blutdruck, Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme, Schwäche.

Gelegentlich (0.1-1%): Starke Blutdrucksteigerung, schneller Pulsschlag, Herzjagen, Gesichtsrötung, Kopfschmerzen (insbesondere Hinterhauptkopfschmerzen), Nackensteifigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Lichtscheue.

Selten (0.01-0.1%): Psychische Abhängigkeit, Krampfanfälle, Ödeme, verschwommenes Sehen, Verstopfung, Durchfall, Leberfunktionsstörungen, Schwitzen, allergische Hautausschläge, Muskelkrämpfe, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Orgasmusstörungen, Potenzstörungen, Störungen der Fähigkeit zum Samenerguss, Erhöhung der Körpertemperatur.

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effket (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

Die meisten Nebenwirkungen verschwinden zudem 3-4 Wochen nach Beginn der Therapie, die Diät muss jedoch zwingend bestehen bleiben!

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen für die Anwendung von Tranylcypromin an Schwangeren vor. Tranylcypromin kann negative Auswirkungen auf das ungeborene Kind haben. Ein bestehender Bluthochdruck der Mutter kann verstärkt werden, außerdem ist eine verminderte Durchblutung des Mutterkuchens (Plazenta) möglich.

Tranylcypromin sollte nicht während der Stillzeit eingenommen werden. Wenn eine Medikation mit Tranylcypromin während der Stillzeit unausweichlich ist, sollte abgestillt werden.

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