Detailinformationen Risperidon

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Allgemeine Informationen

  • Handelsnamen: Risperdal, zahlreiche Generika
  • Kategorie: Atypisches Neuroleptikum
  • Indikation: Bipolare Störungen, Manie, Psychosen, Agressivität bei Demenzerkrankungen, autistische Störungen, Rezidivprophylaxe

 

Dosierung, Einnahme & Wirkungseintritt

Einnahme: 1x täglich Abends bei bipolaren Störungen und Manie

Bipolare Störungen und Manie: 2-6mg

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartmedikation abweichen. Menschen verfügen über einen unterschiedlich schnellen Stoffwechsel. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Wirkungseintritt: Nach ca. 1-2 Tagen

 

Altersfreigabe

Bei bipolaren Störungen und Manie ab 15 Jahren

 

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%): Schlaflosigkeit, Parkinsonismus, Bewusstseinsstörungen, Kopfschmerzen

Häufig (1-10%): Entzündung des Lungengewebes, Bronchitis, Infektion der oberen Atemwege, Nasennebenhöhlenentzündung, Harnwegsinfektion, Infektion des Ohrs, Grippe, Hyperprolaktinämie, Gewichtszunahme, verstärkter Appetit, verminderter Appetit, motorische Unruhe, Bewegungsstörungen, Schwindel, Störungen des Bewegungsablaufes, Tremor, Verschwommensehen, Entzündung der Bindehaut, Herzrasen, hoher Blutdruck, Kurzatmigkeit, pharyngolaryngealer Schmerz, Husten, Nasenbluten, verstopfte Nase, Bauch-Beschwerden, Erbrechen, Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, Verdauungsstörungen, trockener Mund, Zahnschmerzen, Hautausschlag, Hautrötung, Muskelkrämpfe, muskuloskelettaler Schmerz, Rücken­schmerzen, Gelenkschmerzen, Harninkontinenz, Ödeme, Fieber, Brustkorbbeschwerden, Kraftlosigkeit, Fatigue, Schmerzen, Stürze.

Gelegentlich (0.1-1%): Atemwegsinfektion, Entzündung der Harnblase, Infektion des Auges, Mandelentzündung, Nagelpilz, Cellulitis, lokalisierte Infektion, virale Infektion, Krätze, Hypersensitivität, Diabetes mellitus, erhöhter Blutzuckerspiegel, Drust, Gewichtsabnahme, Magersucht, Cholesterin, Manie, Verwirrtheitszustand, verminderte Libido, Albträume, Durchblutungsstörungen, Bewusstseinsverlust, Krampfanfälle, kurze spontane Bewusstlosigkeit, fehlende Reaktion auf Reize, verminderung des Bewusstseinsgrades, psychomotorische Hyperaktivität, Gleichgewichtsstörungen, abnormale Koordination, Haltungsschwindel, Störung der Aufmerksamkeit, Sprechstörungen, Störung der Geschmacksempfindung, verminderte Berührungs- und Drucksensibilität der Haut, Kribbeln auf der Haut, Lichtempfindlichkeit, trockenes Auge, Tränensekretion verstärkt, okuläre übermässiges Blutangebot im Gewebe oder Organen, Schwindel, Tinnitus, Ohrenschmerzen, Vorhofflimmern, atrioventrikulärer Block, Erregungsleitungsstörung, verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm, tiefe Herzschlagfrequenz, abnormales Elektrokardiogramm, Herzklopfen, Hypotension, orthostatische Hypotension, Erröten, Lungenentzündung, Lungenstauung, Atemwegsobstruktion, Lungenrasseln, Keuchen, Beeinträchtigung der Arktikulation, Atemprobleme, Stuhlinkontinenz, Magen-Darm Entzündung, Schluckstörungen, Blähungen, Transaminasen erhöht, erhöhte Gamma-Glutamyl-Transferase-Werte, Leberenzymwerte erhöht, Nesselfieber, Juckreiz, Haarausfall, Verhornung der Haut, Ekzem, trockene Haut, Hautverfärbung, Akne, seborrhoische Dermatitis, Hauterkrankungen, Hautläsion, erhöhter Kreatinphosphokinase-Wert, abnomale Haltung, Gelenksteifigkeit, Anschwellen der Gelenke, Muskelschwäche, Nackenschmerzen, häufiges Wasserlassen, Harnretention, schmerzhafte Blasenentleerung, erektile Dysfunktion, Ejakulationsstörung, Ausbleiben der Menstruation, Menstruationsstörung, Vergrösserung der Brustdrüse beim Mann, Austritt von Muttermilch ohne Schwangerschaft/Stillzeit, sexuelle Dysfunktion, Brustbeschwerden, vaginaler Ausfluss, Gesichtsödem, Schüttelfrost, erhöhte Körpertemperatur, Gangstörung, Durst, Krankheitsgefühl, abnomale Gefühle, Unbehagen, Schmerz nach chirurgischen Eingriffen.

Selten (0.01-0.1%): Infektion, inadäquate Sekretion des antidiuretischen Hormons, diabetisches Koma, zu niederiger Blutzuckerspiegel, Triglyceride erhöht, Glukosurie, abgestumpfter Affekt, Anorgasmie, malignes neuroleptisches Syndrom, Kopfzittern, grüner Star, Störung der Augenbewegung, Augenrollen, Verkrustung des Augenlidrandes, Sinusarrhythmien, Lungenembolie, tiefe Venenthrombose, Schlaf-Apnoe-Syndrom, Hyperventilation, Bauchspeicheldrüse-Entzündung, intestinale Obstruktion, Schwellung der Zunge, Entzündung der Lippen, Darmverschluss, Gelbsucht, Arzneimittelexanthem, Rhabdomyolyse, verspätete Menstruation, Brustdrüsenschwellung, Absonderung aus der Brustdrüse, Unterkühlung, verminderte Körpertemperatur, peripheres Kältegefühl, Arzneimittelentzugssyndrom,

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effket (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Es gibt keine kontrollierten Studien bei Schwangeren.

Bei Neugeborenen, die während des dritten Trimenons der Schwangerschaft Antipsychotika (einschliesslich Risperidon) exponiert sind, besteht nach der Geburt die Gefahr von Entzugssymptomen. Diese Symptome beim Neugeborenen können Agitation, ungewöhnlich erhöhten oder verminderten Muskeltonus, Tremor, Schläfrigkeit, Atemnot und Störungen bei der Nahrungsaufnahme/Probleme beim Füttern einschliessen.

Risperidon geht in die menschliche Muttermilch über. Während der Therapie mit Risperidon soll nicht gestillt werden.

 

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