Detailinformationen Reboxetin

 

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Allgemeine Informationen

  • Handelsnamen: Edronax, Solvex
  • Kategorie: Selektiver Noradrenalin Wiederaufnahme-Hemmer (NARI)
  • Indikation: Depressionen

 

Dosierung, Einnahme & Wirkungseintritt

Einnahme: 1x täglich Morgens unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Depressionen: 2-6mg

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartmedikation abweichen. Menschen verfügen über einen unterschiedlich schnellen Stoffwechsel. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Wirkungseintritt: Nach ca. 2-4 Wochen

 

Altersfreigabe

Ab 18 Jahren

Ein Arzt darf dieses Medikament auch an jüngere Patienten verschreiben
Die Altersfreigabe sagt nichts über die Wirksamkeit bei Minderjährigen aus

Eine Altersfreigabe für Minderjährige bekommt ein Medikament nur, wenn dazu spezifische Studien mit minderjährigen Probanden durchgeführt wurden. Die meisten Hersteller scheuen die Kosten für solche Studien.

 

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%): Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Mundtrockenheit, Verstopfungen, Übelkeit, vermehrtes Schwitzen.

Häufig (1-10%): Infektionen, Entzündung der Rachenschleimhaut, Harnwegsinfektion, verminderter Appetit, Ängstlichkeit, Nervosität, Agitiertheit, verminderte Libido, Depression, abnormale Träume, Denkstörungen, Kribbeln auf der Haut, Tremor, Geschmacksstörungen, erhöhter Spannungszustand der Muskulatur, motorische Unruhe, Akkommodationsstörungen, Herzrasen, Herzklopfen, Erweiterung der Blutgefässe, Blutdruck-Probleme, periphere vaskuläre Störungen, Husten, Verdauungsstörungen, Erbrechen, Rash, Juckreiz, Störungen der Blasenentleerung, Harnverhaltung, Pollakisurie, Harnverzögerung, Kraftlosigkeit, Schüttelfrost, Schmerzen, Brustschmerzen, Gewichtsverlust.

Gelegentlich (0.1-1%): Magen-Darm-Entzüdung, Blutarmut, allergische Reaktionen, Verwirrtheit, unwillkürliche Bewegungen, Störungen der Bewegungskoordination, trockene Augen, Erweiterte Pupillen, Sehstörungen, Schwindel, Tinnitus, Herzrhythmussstörungen, kalte Extremitäten, erhöhter Speichelfluss, Schluckstörungen, Urtikaria, Harndrang, Veränderungen am Penis und/oder den Hoden, Fieber, Unwohlsein.

Selten (0.01-0.1%): Leukopenie, Thrombozytopenie, versuchter Suizid, Muskelzuckungen, Querschnittlähmung (Paraplegie), Augenschmerzen, grüner Star, AV Block ersten Grades, kardiovaskuläre Störungen (z.B Kammerflimmern), Verfärbung der Haut und/oder der Fingernägel, Venenentzündungen, Darmentzündung, erhöhte Leberenzyme, Haut und/oder Schleimhaut Entzündungen, Muskelschwäche, Harninkontinenz, Nebenhodenentzündung,

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effket (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

Die meisten Nebenwirkungen verschwinden zudem 3-4 Wochen nach Beginn der Therapie (ausg. Libidoverlust falls betroffen).

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Es sind keine Daten aus klinischen Studien über eine Reboxetin-Exposition während der Schwangerschaft verfügbar. Das Medikament sollte sicherheitshalber nicht während einer Schwangerschaft eingenommen werden.

Reboxetin geht in die Muttermilch über. Lässt sich die Behandlung mit Reboxetin nicht vermeiden, soll abgestillt werden.

 

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