Detailinformationen Pregabalin

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Allgemeine Informationen

  • Handelsnamen: Lyrica
  • Kategorie: Antiepileptkum
  • Indikation: Generalisierte Angststörung, neurophatische Schmerzen und Epilepsie

 

Dosierung, Einnahme & Wirkungseintritt

Einnahme: 2-3x täglich unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Alle Indikationen: 150-600mg

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartmedikation abweichen. Menschen verfügen über einen unterschiedlich schnellen Stoffwechsel. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Wirkungseintritt: Nach ca. 1-2 Wochen

 

Altersfreigabe

Ab 18 Jahren

Ein Arzt darf dieses Medikament auch an jüngere Patienten verschreiben
Die Altersfreigabe sagt nichts über die Wirksamkeit bei Minderjährigen aus

Eine Altersfreigabe für Minderjährige bekommt ein Medikament nur, wenn dazu spezifische Studien mit minderjährigen Probanden durchgeführt wurden. Die meisten Hersteller scheuen die Kosten für solche Studien.

 

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%): Benommenheit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen.

Häufig (1-10%): Gewichtszunahme, Periphere Ödeme, Ödeme, Stürze, Gangstörungen, Trunkenheitsgefühl, Gefühlsstörung, Erschöpfung, Muskelkrämpfe, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Schmerzen in den Extremitäten, zervikale Spasmen, Vomitus, Verstopfungen, Blähungen, Mundtrockenheit, Schwindel, verschwommenes Sehen, Doppelbilder, Euphorie, Verwirrung, Reizbarkeit, Depression, Desorientierung, Schlaflosigkeit, verringerte Libido, gesteigerter Appetit, Nasopharyngitis, Störung der Bewegungskoordination, Koordinationsstörungen, Tremor, Sprechstörungen, Amnesie, Gedächtnisstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Kribbeln auf der Haut, Hypästhesie, Sedierung, Gleichgewichtstörungen, Lethargie.

Gelegentlich (0.1-1%): Erhöhung der Kreatininphosphokinase, Alanin-Aminotransferase und Aspartat-Aminotransferase; erniedrigte Thrombozytenzahl, Hypokaliämie, Gewichtsverlust, generalisierte Ödeme, Engegefühl in der Brust, Schmerzen, Fieber, Durst, Frösteln, Kraftlosigkeit, Störungen der Sexualfunktion, verzögerte Ejakulation, Menstruationsbeschwerden, Harninkontinenz, Störung der Blasenentleerung, Gelenkschwellung, Muskelschmerzen, Muskelzuckungen, Nackenschmerzen, Muskelsteife, papulöser Ausschlag, Nesselfieber, Schwitzen, Rückfluss vom Magen in die Speiseröhre, vermehrter Speichelfluss, orale Hypästhesie, Kurzatmigkeit, Nasenbluten, Husten, verstopfte Nase, Schnupfen, Schnarchen, Herzrasen, AV-Block ersten Grades, Sinusbradykardie, Verlust des peripheren Sehvermögens («Tunnelblick»), Sehstörungen, geschwollene Augen, Gesichtsfeldausfälle, verminderte Sehschärfe, Augenschmerzen, Schwachsichtigkeit, Photopsie, Augentrockenheit, verstärkter Tränenfluss, Augenreizungen, kurze spontane Bewusstlosigkeit, Muskelzuckungen, psychomotorische Hyperaktivität, Dyskinesie, orthostatischer Schwindel, Intentionstremor, Nystagmus, kognitive Störungen, Sprachstörungen, verringerte Reflexe, Hyperästhesie, brennendes Gefühl, Halluzinationen, Ruhelosigkeit, Agitiertheit, Niedergeschlagenheit, gehobene Stimmung, Stimmungsschwankungen, Depersonalisation, abnorme Träume, Wortfindungsstörungen, gesteigerte Libido, Anorgasmie, Magersucht, niederiger Blutzuckerspiegel, hoher Blutzuckerspiegel, Neutropenie, tierfer Blutdruck, Hypertonie, Erröten, Hitzewallungen, kalte Extremitäten.

Selten (0.01-0.1%): Erniedrigte Leukozytenzahl, erhöhte Kreatininwerte, Schmerzen in den Brüsten, Ausbleiben der Menstruation, Absonderungen aus der Brust, Brustvergrösserung, Nierenversagen, Nierenfunktionsstörungen, Rhabdomyolyse, kalter Schweiss, Aszites, Bauchspeicheldrüseentzündung, Schluckstörungen, Engegefühl im Hals, trockene Nase, beschleunigte Herzfrequenz , Sinusarrhythmie, Schallempfindlichkeit, verwackeltes Sehen, verändertes räumliches Sehen, Erweiterung der Pupillen, Schielen, Lichtempfindlichkeit, Stupor, Geruchsstörungen, Hypokinesie, Geschmaksstörungen, Dysgraphie, Panikattacken, Enthemmung, Apathie.

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effket (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

Die meisten Nebenwirkungen verschwinden zudem 3-4 Wochen nach Beginn der Therapie.

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Es liegen keine kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von Pregabalin bei schwangeren Frauen vor.

Tierversuche ergaben Hinweise auf eine Reproduktionstoxizität. Das Präparat soll aus diesen Gründen während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es ist klar erforderlich.

Pregabalin tritt in die Muttermilch über. Die Sicherheit von Pregabalin bei Säuglingen ist nicht bekannt, daher wird empfohlen, während der Behandlung nicht zu stillen.

 

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