Detailinformationen Olanzapin

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Allgemeine Informationen

  • Handelsnamen: Zyprexa, Zypadhera, div. Generika
  • Kategorie: Atypisches Neuroleptikum
  • Indikation: Bipolare Störungen, Manie, Psychosen, Rezidivprophylaxe

 

Dosierung, Einnahme & Wirkungseintritt

Einnahme: 1x täglich Abends unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme zur Sedation kann bei Bedarf eingenommen werden.
Die Einnahme gegen Manie sollte täglich erfolgen.

Alle Indikationen: 5-20mg

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartmedikation abweichen. Menschen verfügen über einen unterschiedlich schnellen Stoffwechsel. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Wirkungseintritt gegen Manie: Nach ca. 1-4 Tagen
Wirkungseintritt Sedation: Nach der ersten Einnahme


 

Altersfreigabe

Ab 18 Jahren

Ein Arzt darf dieses Medikament auch an jüngere Patienten verschreiben
Die Altersfreigabe sagt nichts über die Wirksamkeit bei Minderjährigen aus

Eine Altersfreigabe für Minderjährige bekommt ein Medikament nur, wenn dazu spezifische Studien mit minderjährigen Probanden durchgeführt wurden. Die meisten Hersteller scheuen die Kosten für solche Studien.

 

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%): Erhöhte Plasmaprolaktinspiegel, Blutdruck-Probleme, Schläfrigkeit, Gewichtszunahme.

Häufig (1-10%): Erhöhung der alkalischen Phosphatase, hohe Kreatin-Phosphokinase Werte, hohe Gamma-Glutamyltransferase Werte, hohe Harnsäure Werte, Kraflosigkeit, Ödeme, Müdigkeit, Fieber, Ausschlag, Gelenkschmerzen, vorübergehende Erhöhungen von Leberaminotransferasen, leichte Verstopfungen und Mundtrockenheit, Schwindelgefühl, motorische Unruhe, Parkinsonismus, Dyskinesie, Zunahme des Appetits, erhöhte Glukosespiegel, erhöhte Triglyceridspiegel, erhöhte Cholesterinspiegel, Glukosurie, Eosinophilie, Leukopenie, Neutropenie.

Gelegentlich (0.1-1%): Erhöhung des Gesamtbilirubins, Harninkontinenz, Harnverhalt, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Lichtüberempfindlichkeitsreaktionen, Haarausfall, Blähungen, tiefe Herzschlagfrequenz, QTc-Verlängerung, Nasenbluten, Krampfanfälle, Bewegungsstörungen, tardive Dyskinesie, Amnesie, Auftreten oder  Verschlechterung eines Diabetes, allergische Reaktion (z.B. anaphylaktoide Reaktion, Angioödem, Juckreiz oder Nesselsucht).

Selten (0.01-0.1%): Dauererrektion, Rhabdomyolyse, Hepatitis, Bauchspeicheldrüse-Entzündung, Trombose, Herzrasen, plötzlicher Tod, malignes neuroleptisches Syndrom, Unterkühlung, Thrombozytopenie.

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effket (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Es liegen keine ausreichenden und kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen vor. Da die Erfahrung bei Menschen begrenzt ist, darf Olanzapin in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies absolut erforderlich ist.

Sehr selten gab es Spontanberichte über Zittern, Hypertonie, Lethargie und Schläfrigkeit bei Kindern, deren Mütter während des 3. Trimenon der Schwangerschaft Olanzapin angewendet hatten.

In einer Studie mit stillenden Frauen wurde Olanzapin in der Muttermilch ausgeschieden. Die Patientin sollte desshalb abstillen.

 

 

 

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