Detailinformationen Moclobemid

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Allgemeine Informationen

  • Handelsnamen: Aurorix, div. Generika
  • Kategorie: MAO-Hemmer
  • Indikation: Depressionen und Soziophobie

 

Dosierung, Einnahme & Wirkungseintritt

Einnahme: 2-3x täglich unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Alle Indikationen: 300-600mg

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartmedikation abweichen. Menschen verfügen über einen unterschiedlich schnellen Stoffwechsel. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Wirkungseintritt gegen Depressionen: Nach ca. 2-4 Wochen
Wirkungseintritt Soziophobie: Nach ca. 4-6 Wochen

 

Altersfreigabe

Ab 18 Jahren

Ein Arzt darf dieses Medikament auch an jüngere Patienten verschreiben
Die Altersfreigabe sagt nichts über die Wirksamkeit bei Minderjährigen aus

Eine Altersfreigabe für Minderjährige bekommt ein Medikament nur, wenn dazu spezifische Studien mit minderjährigen Probanden durchgeführt wurden. Die meisten Hersteller scheuen die Kosten für solche Studien.

 

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%): keine

Häufig (1-10%): keine

Gelegentlich (0.1-1%): Geringer Anstieg der Leberenzyme ohne klinische Auswirkung, Hautreaktionen (Ausschläge), Übelkeit, trockener Mund, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Angstgefühle.

Selten (0.01-0.1%): Völlegefühl, Magenbrennen, Durchfall, Verstopfungen, Flushing, Blutdruckveränderung, Sehstörungen, periphere Neuropathien, Verwirrtheitszustände, Unruhe, Agitiertheit, Reizbarkeit.

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effket (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

Die meisten Nebenwirkungen verschwinden zudem 3-4 Wochen nach Beginn der Therapie.

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Es gibt bislang keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen. Da die Erfahrungen mit der Anwendung von Moclobemid in der Schwangerschaft noch ungenügend sind, wird die Anwendung vorderhand nicht empfohlen.

Obschon nur geringe Mengen von Moclobemid in die Muttermilch übergehen sollte Moclobemid während der Stillzeit nicht angewendet werden.

 

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