Detailinformationen Milnacipran

Direkt zu: Allgemeine Informationen / Dosierung, Einnahme & Wirkungseintritt
Altersfreigabe / Nebenwirkungen / Schwangerschaft & Stillzeit

 

Allgemeine Informationen

  • Handelsnamen: Ixel
  • Kategorie: Selektiver Serotonin und Noradrenalin Wiederaufnahme-Hemmer (SSNRI)
  • Indikation: Depressionen


Diese Informationen stammen nicht aus dem Schweizer Arzneimittelkompendium und können demnach unzutreffend und/oder unvollständig sein! Die Fachinformationen der Deutschen oder Österreichischen Arzneimittelkompendien sind nicht öffentlich zugänglich.

 

Dosierung, Einnahme & Wirkungseintritt

Einnahme: 1x täglich Morgens unabhängig der Mahlzeiten
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Depressionen: 25-200mg

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartmedikation abweichen. Menschen verfügen über einen unterschiedlich schnellen Stoffwechsel. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Wirkungseintritt: Nach ca. 2-4 Wochen

 

Altersfreigabe

Ab 18 Jahren

Ein Arzt darf dieses Medikament auch an jüngere Patienten verschreiben
Die Altersfreigabe sagt nichts über die Wirksamkeit bei Minderjährigen aus

Eine Altersfreigabe für Minderjährige bekommt ein Medikament nur, wenn dazu spezifische Studien mit minderjährigen Probanden durchgeführt wurden. Die meisten Hersteller scheuen die Kosten für solche Studien.

 

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%): Übelkeit, Kopfschmerzen.

Häufig (1-10%): Migräne, Zittern, Schwindel, Empfindungsstörungen, Schläfrigkeit, Spüren des Herzschlags, beschleunigter Herzschlag, erhöhter Blutdruck, Hitzewallungen, Agitiertheit, Angst, Essstörungen, Schlafstörungen, suizidales Verhalten, Schmerzen, Durchfall, Verstopfung, Mundtrockenheit, Verdauungsstörung, Erbrechen, Juckreiz, Ausschlag, sehr starkes Schwitzen, Muskelschmerzen, Schwierigkeiten beim Harnlassen, häufiger Harndrang, Erektions- und Ejakulationsschwierigkeiten, Hodenschmerzen, Müdigkeit.

Gelegentlich (0.1-1%): Erhöhte Fettwerte im Blut, Gewichtsabnahme, Panikgefühl, Verwirrtheit, Wahnvorstellungen, seltsame Bilder oder Geräusche (Halluzinationen), hyperaktives Verhalten oder Gedanken (Manie), verringertes Lustgefühl, abnormale Träume, Suizidgedanken, Gedächtnisstörungen, Gefühl der Ruhelosigkeit, Gleichgewichtsstörungen, Geschmacksveränderungen, plötzlich einsetzende, kurz andauernde Bewusstlosigkeit, verschwommenes Sehen, trockene Augen, Augenschmerzen, verringertes Scharfsehen, erweiterte Pupillen, Gefühl von Schwindel oder Drehen, Klingeln in den Ohren, Herzprobleme wie zu niedriger Blutdruck oder Erregungsleitungsstörungen

Selten (0.01-0.1%): keine Daten vorhanden

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effket (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

Die meisten Nebenwirkungen verschwinden zudem 3-4 Wochen nach Beginn der Therapie (ausg. Libidoverlust falls betroffen).

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Es liegen keine hinreichenden Daten zur Anwendung von Milnacipran bei schwangeren Frauen vor. Milnacipran darf nur dann in der Schwangerschaft angewendet werden, wenn es zwingend erforderlich ist.

Wie bei anderen Serotonin-Aufnahme-Inhibitoren (SSRI/SSNRI) können bei Neugeborenen Absetzerscheinungen auftreten, wenn Milnacipran bis zur oder kurz vor der Geburt angewendet wird.

Folgende Symptome können bei Neugeborenen beobachtet werden, falls die Mutter SSRI/SSNRI in der späten Schwangerschaft angewendet hat: Irritabilität, Zittern, Muskelhypotonie, Atmungsschwierigkeiten, Krampfanfälle, Temperaturschwankungen, Hypoglykämie, Hyperreflexie, Emesis, anhaltendes Schreien, Schwierigkeiten beim Saugen und Schlafen. Diese Symptome können entweder für serotonerge Effekte oder für Expositions-Symptome sprechen. In der Mehrzahl der Fälle werden diese Komplikationen unmittelbar oder innerhalb von 24 Stunden nach der Geburt beobachtet.

Eine SSNRI-Exposition in der späten Schwangerschaft kann das Risiko für eine persistierende pulmonale Hypertonie beim Neugeborenen (PPHN) erhöhen.

Milnacipran geht in die Muttermilch über. Ein Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Daher darf während der Behandlung mit Milnacipran nicht gestillt werden.

Print Friendly
Translate »