Detailinformationen Midazolam

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Allgemeine Informationen

  • Handelsnamen: Dormicum, div. Generika
  • Kategorie: Benzodiazepin
  • Indikation: Schlafstörungen

 

Dosierung, Einnahme & Wirkungseintritt

Einnahme: Bei Bedarf (so selten wie möglich)
Die Einnahme sollte so niederig wie möglich Dosiert werden

Schlafstörungen: 7,5-15mg vor dem Schlafengehen

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartmedikation abweichen. Menschen verfügen über einen unterschiedlich schnellen Stoffwechsel. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Wirkungseintritt: Nach ca. 20-40 Minuten

 

Altersfreigabe

Ab 18 Jahren

Ein Arzt darf dieses Medikament auch an jüngere Patienten verschreiben
Die Altersfreigabe sagt nichts über die Wirksamkeit bei Minderjährigen aus

Eine Altersfreigabe für Minderjährige bekommt ein Medikament nur, wenn dazu spezifische Studien mit minderjährigen Probanden durchgeführt wurden. Die meisten Hersteller scheuen die Kosten für solche Studien.

 

Nebenwirkungen

Ohne Häufigkeitsangabe: Überempfindlichkeitsreaktionen, Angioödem, Verwirrungszustand, Gefühlsstörung, Libidostörungen, Ruhelosigkeit, Agitiertheit, Verwirrtheit, Apathie, Aggression, Wutausbrüche, Wahnvorstellungen, Verdrossenheit, Albträume, Halluzinationen, Euphorie, Psychosen, unangemessenes Verhalten, Schläfrigkeit während des Tages, Kopfschmerzen, Schwindel, verminderte Aufmerksamkeit, Störung der Bewegungskoordination, Tremor, Stupor, psychomotorische Hyperaktivität, Krämpfe, anterograde Amnesie, Doppelbilder, Herzversagen einschliesslich Herzstillstand, erhöhte Herzfrequenz, tiefer Blutdruck, Atemdepression, Atemnot, Atemstillstand, Verkrampfung des Kehlkopfs, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfungen, Mundtrockenheit, Schluckauf, Hautreaktionen, Muskelschwäche.

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effket (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

Wie alle Benzodiazepine kann Midazolam nach längerer Anwendung (auch in der vom Arzt vorgeschriebenen Dosierung) abhängig machen. Zudem tritt mit der Zeit sehr häufig eine Toleranzentwicklung auf.

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Es gibt klare Hinweise für Risiken des menschlichen Fötus durch Benzodiazepine. Midazolam darf während der Schwangerschaft nicht verabreicht werden.

Die Anwendung von Benzodiazepinen während der Schwangerschaft oder während der Entbindung kann zu neonatalen Entzugssymptomen führen. Symptome wie z.B. Hypotonie, Hypothermie, Atemdepression, Apnoe, verminderte Aktivität, Probleme beim Stillen oder Trinken und gestörte metabolische Effekte im Zusammenhang mit Kälte sind bei Säuglingen festgestellt worden.

Da Benzodiazepine und deren Metaboliten in die Muttermilch übertreten, soll Midazolam in der Stillzeit nicht eingenommen werden.

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