Lithium

Detailinformationen Lithium

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Allgemeine Informationen

  • Handelsnamen: Lithiofor, Hypnorex, Litarex, Neurolepsin, Quilonum, Quilonorm
  • Kategorie: toxisches Salz
  • Indikation: Phasenprophylaktika gegen Manie und Depressionen bei bipolaren Störungen. Augmentation von Antidepressiva bei therapieresitenten Depressionen.

 

Dosierung, Einnahme & Wirkungseintritt

Einnahme: 2x täglich Morgens und Abends unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Alle Indikationen: Individuel (ca. 330-1320mg). Achtung! Der Lithumspiegel muss im Blut regelmässig vom Arzt überwacht werden. Einen zu hoher Lithiumspiegel ist lebensgefährlich!

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartmedikation abweichen. Menschen verfügen über einen unterschiedlich schnellen Stoffwechsel. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Wirkungseintritt: Nach ca. 8-10 Wochen.

 

Altersfreigabe

Alle Indikationen: Ab 12 Jahren

 

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%): Symptome eines nephrogenen Diabetes insipidus, Mundtrockenheit, EKG-Veränderungen, Gewichtszunahme.

Häufig (1-10%): Magersucht, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Tremor, Vergrösserung der Schilddrüse, Hypothyreose.

Gelegentlich (0.1-1%): Akne, Follikulitis.

Selten (0.01-0.1%): Überfunktion der Schilddrüse, Hyperparathyreose, Ödeme, Ausschläge, Haarausfall, Juckreiz, Auslösen oder Verstärkung der Psoriasis, Angioödem.

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effket (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

Die meisten Nebenwirkungen verschwinden zudem 3-4 Wochen nach Beginn der Therapie.

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Es gibt klare Hinweise für Risiken des menschlichen Fötus.

Daten deuten darauf hin, dass Lithium das fötale Risiko für kardiale Anomalien, insbesondere das Ebstein-Syndrom und andere Anomalien, erhöht. Lithium darf deshalb nicht während der Schwangerschaft verabreicht werden.

Muss eine Lithiumtherapie durchgeführt werden, ist vor Behandlungsbeginn eine Schwangerschaft auszuschliessen und während der Behandlung eine sichere Empfängnisverhütung zu gewährleisten.

Lithium wird in die Muttermilch ausgeschieden. Es muss zwingend abgestillt werden!

 

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