Detailinformationen Imipramin

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Allgemeine Informationen

  • Handelsnamen: Tofranil, div. Generika
  • Kategorie: Trizyklisches Antidepressivum
  • Indikation: Depressionen, Panikstörung, chronische Schmerzen, Enuresis nocturna und Alkoholismus

 

Dosierung, Einnahme & Wirkungseintritt

Einnahme: 1x täglich Morgens oder Abends unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Depressionen, Enuresis nocturna & Schmerzen: 25-300mg
Panikstörung: 10-200mg

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartmedikation abweichen. Menschen verfügen über einen unterschiedlich schnellen Stoffwechsel. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Wirkungseintritt gegen Depressionen: Nach ca. 2-4 Wochen
Wirkungseintritt gegen Angststörungen: Nach ca. 4-6 Wochen

 

Altersfreigabe

Depressionen & Schmerzen: Ab 18 Jahren
Enuresis nocturna: Ab 6 Jahren

Ein Arzt darf dieses Medikament auch an jüngere Patienten verschreiben
Die Altersfreigabe sagt nichts über die Wirksamkeit bei Minderjährigen aus

Eine Altersfreigabe für Minderjährige bekommt ein Medikament nur, wenn dazu spezifische Studien mit minderjährigen Probanden durchgeführt wurden. Die meisten Hersteller scheuen die Kosten für solche Studien.

 

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%): Schwitzen, Mundtrockenheit, Verstopfungen, Blutdruck-Probleme, Hitzewallungen, beschleunigte Herzfrequenz, EKG-Veränderungen, Tremor, Gewichtszunahme.

Häufig (1-10%): Gewichtsabnahme, Libido- und Potenzstörungen, Störungen beim Entleeren der Harnblase, allergische Hautreaktionen, abnorme Leberfunktionstests, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Herzrhytmusstörungen, Reizleitungsstörungen, Palpitationen, Akkommodationsstörungen und verschwommenes Sehen, verminderte Tränensekretion, Kribbeln auf der Haut, Kopfschmerzen, Schwindel, Bewusstseinsstörungen, Schläfrigkeit, Müdigkeit, Ruhelosigkeit, Verwirrtheit, Delirium, Desorientiertheit, Halluzinationen, Angst, Agitiertheit, Schlafstörungen, Hypomanie, Manie.

Gelegentlich (0.1-1%): keine

Selten (o.o1-0.1%): Konvulsionen, psychotische Störungen

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effket (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

Die meisten Nebenwirkungen verschwinden zudem 3-4 Wochen nach Beginn der Therapie.

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Die Erfahrungen mit Imipramin in der Schwangerschaft sind begrenzt. Da in Einzelfällen über einen möglichen Zusammenhang zwischen Imipramin und nachteiligen Effekten auf den Fötus berichtet wurde, ist die Anwendung von Imipramin während der Schwangerschaft zu vermeiden und nur bei zwingender Indikation in Betracht zu ziehen, wenn keine Alternative mit geringerem Risiko existiert.

Neugeborene, deren Mütter bis zur Geburt Imipramin eingenommen hatten, zeigten in den ersten Stunden oder Tagen Symptome wie Atemstörungen, Lethargie, Koliken, Reizbarkeit, Hypotonie, Hypertonie, Zittern oder Krämpfe. Zur Vermeidung dieser Symptome sollte Imipramin – soweit vertretbar – mindestens 7 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin abgesetzt werden.

Imipramin tritt in kleinen Mengen in die Muttermilch über. Da über die klinische Relevanz für den Säugling nichts bekannt ist, sollte abgestillt oder das Medikament abgesetzt werden.

 

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