Detailinformationen Fluvoxamin

 

Direkt zu: Allgemeine Informationen / Dosierung, Einnahme & Wirkungseintritt
Altersfreigabe / Nebenwirkungen / Schwangerschaft & Stillzeit

 

Allgemeine Informationen

  • Handelsnamen: Fevarin, Flox-Ex, Floxyfral, Luvox, diverse Generika
  • Kategorie: Selektiver Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)
  • Indikation: Depressionen und Zwangsstörungen

 

Dosierung, Einnahme & Wirkungseintritt

Einnahme: 1-2x täglich unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Alle Indikationen: 50-300mg (bei hoher Dosis in 2 Gaben)

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartmedikation abweichen. Menschen verfügen über einen unterschiedlich schnellen Stoffwechsel. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Wirkungseintritt: Nach ca. 2-4 Wochen bei Depressionen, nach ca. 4-6 Wochen bei Zwangsstörungen

 

Altersfreigabe

Ab 8 Jahren

 

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%): keine

Häufig (1-10%): Magersucht, Erregung, Angst, Benommenheit, Schlaflosigkeit, Zittern, Bewusstseinsstörungen, Nervosität, Kopfschmerzen, Herzklopfen, Herzrasen, Bauchchmerz, Verstopfung, Durchfall, Mundtrockenheit, Verdauungsstörungen, Übelkeit, Erbrechen, vermehrtes Schwitzen, Kraftlosigkeit, Unwohlsein.

Gelegentlich (0.1-1%): Halluzinationen, Verwirrung, Aggression, Störung der Bewegungskoordination, Störung des Bewegungsablaufes, Blutdruckprobleme, Überempfindlichkeitsreaktionen wie z.B. Ausschläge oder Ödeme, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Libidoverlust,

Selten (0.01-0.1%): Manie, Krämpfe, Leberfunktionsstörungen, Lichtempfindlichkeit, Austreten von Milch aus der weiblichen Brust ohne Schwangerschaft/Stillzeit.

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effket (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

Die meisten Nebenwirkungen verschwinden zudem 3-4 Wochen nach Beginn der Therapie (ausg. Libidoverlust falls betroffen).

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Fluvoxamin sollte während der Schwangerschaft nur verabreicht werden, wenn es zwingend erforderlich ist.

Nach Einnahme von Fluvoxamin bzw. anderen SSRIs am Ende der Schwangerschaft, traten bei einigen Neugeborenen folgende Absetzsymptome auf: Ess- und Schlafstörungen, Atmungsschwierigkeiten, Zyanose, Apnoe, Krampfanfälle, Temperaturschwankungen, Hypoglykämie, Tremor, abnormaler Muskeltonus, Hyperreflexie, Emesis, abnormale Irritabilität, Überspanntheit, Lethargie, Schläfrigkeit und anhaltendes Weinen.

Eine SSRI-Exposition in der späten Schwangerschaft kann das Risiko für eine persistierende pulmonale Hypertonie beim Neugeborenen (PPHN) erhöhen.

Fluvoxamin tritt in die Muttermilch über. Es wird angenommen, dass das gestillte Kind ca. 5% der täglichen Dosis der Mutter erhält. Falls eine Behandlung mit Citalopram notwendig ist, soll abgestillt werden.

Print Friendly
Translate »