Detailinformationen Escitalopram

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Allgemeine Informationen

  • Handelsnamen: Cipralex, div. Generika
  • Kategorie: Selektiver Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)
  • Indikation: Depressionen, Panikstörung, generalisierte Angststörung, Soziophobie und Zwangsstörungen

 

Dosierung, Einnahme & Wirkungseintritt

Einnahme: 1x täglich Morgens unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Depressionen, generalisierte Angststörung, Soziophobie & Zwangsstörung: 10-20mg
Panikstörung: 5- 20mg

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartmedikation abweichen. Menschen verfügen über einen unterschiedlich schnellen Stoffwechsel. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Wirkungseintritt: Nach ca. 2-4 Wochen bei Depressionen, nach ca. 4-6 Wochen bei Angststörungen.

 

Altersfreigabe

Ab 18 Jahren

Ein Arzt darf dieses Medikament auch an jüngere Patienten verschreiben
Die Altersfreigabe sagt nichts über die Wirksamkeit bei Minderjährigen aus

Eine Altersfreigabe für Minderjährige bekommt ein Medikament nur, wenn dazu spezifische Studien mit minderjährigen Probanden durchgeführt wurden. Die meisten Hersteller scheuen die Kosten für solche Studien.

 

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%): Übelkeit

Häufig (1-10%): Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme, Müdigkeit, Fieber, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, vermehrtes Schwitzen, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Mundtrockenheit, Nasennebenhöhlenentzündung, Gähnen, Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Schwindel, Kribbeln auf der Haut, Zittern, Angst, Unruhe, abnormale Träume, Libidoverlust.

Gelegentlich (0.1-1%): Blutungen aus der Gebärmutter ausserhalb des Menstruationszyklus, verlängerte Monatsblutungsdauer, Nesselfieber, Haarausfall, Ausschlag, Juckreiz, Blutungen aus dem Verdauungstrakt, Nasenbluten, Herzrasen, Tinnitus, Erweitung der Pupillen, Sehstörungen, Geschmacksstörungen, Schlafstörungen, kurze spontane Bewusstlosigkeit, nächtliches Zähneknirschen, Agitation, Nervosität, Panikattacken, Verwirrung, Ödeme.

Selten (0.01-0.1%): Niederige Herzfrequenz, Serotonin-Syndrom, Aggression, Depersonalisation, Halluzinationen, krankhafte Reaktionen des Immunsystems.

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effket (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

Die meisten Nebenwirkungen verschwinden zudem 3-4 Wochen nach Beginn der Therapie (ausg. Libidoverlust falls betroffen).

 

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Es liegen keine kontrollierten klinischen Daten zur Verabreichung von Escitalopram an schwangeren Frauen vor.

Neugeborene sollten beobachtet werden, wenn die Mutter bis in die spätere Schwangerschaft, vor allem im dritten Trimester, Escitalopram eingenommen hat. Wenn Escitalopram bis kurz vor der Geburt oder bis zur Geburt eingenommen wurde, können beim Neugeborenen folgende Absetzsymptome auftreten: Atemnot, Zyanose, Apnoe, Krampfanfälle, Temperaturschwankungen, Essstörungen, Erbrechen, Hypoglykämie, Tremor, abnormaler Muskeltonus, Hyperreflexie, Überspanntheit, Reizbarkeit, Lethargie, anhaltendes Weinen, Somnolenz und Schlafstörungen. Diese Symptome können Absetzsymptome oder Anzeichen von übermässiger serotonerger Aktivität sein. Die Komplikationen treten in den meisten Fällen sofort oder bald (innerhalb von 24 Stunden) nach der Geburt auf.

Eine SSRI-Exposition in der späten Schwangerschaft kann das Risiko für eine persistierende pulmonale Hypertonie beim Neugeborenen (PPHN) erhöhen.

Kontrollierte Studien an stillenden Frauen liegen nicht vor. Es wird angenommen, dass Escitalopram in die Muttermilch übertritt.

Falls eine Behandlung mit Escitalopram notwendig ist, soll abgestillt werden.

 

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