Detailinformationen Citalopram

 

 

Direkt zu: Allgemeine Informationen / Dosierung, Einnahme & Wirkungseintritt
Altersfreigabe / Nebenwirkungen / Schwangerschaft & Stillzeit

 

Allgemeine Informationen

  • Handelsnamen: Cipramil, Seropram, div. Generika
  • Kategorie: Selektiver Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)
  • Indikationen: Depressionen, Panikstörung und Zwangsstörungen

 

Dosierung, Einnahme & Wirkungseintritt

Einnahme: 1x täglich Morgens unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Depressionen & Zwangsstörungen: 20-40mg
Panikstörung: 10-40mg

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartmedikation abweichen. Menschen verfügen über einen unterschiedlich schnellen Stoffwechsel. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Wirkungseintritt: Nach ca. 2-4 Wochen bei Depressionen, nach ca. 4-6 Wochen bei Angststörungen.

 

 
Altersfreigabe

Ab 18 Jahren

Ein Arzt darf dieses Medikament auch an jüngere Patienten verschreiben
Die Altersfreigabe sagt nichts über die Wirksamkeit bei Minderjährigen aus

Eine Altersfreigabe für Minderjährige bekommt ein Medikament nur, wenn dazu spezifische Studien mit minderjährigen Probanden durchgeführt wurden. Die meisten Hersteller scheuen die Kosten für solche Studien.

 

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%): Vermehrtes Schwitzen, Mundtrockenheit, Übelkeit, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit.

Häufig (1-10%): Kraftlosigkeit, Erschöpfung, Müdigkeit, Apathie, Ausbleiben einer Ejakulation, Verlängerung der Monatsblutung, Blutungen aus der Gebärmutter ausserhalb des Menstruationszyklus, Verzögertes entleeren der Harnblase, Muskelschmerzen, Juckreiz, Hautausschlag, Durchfall, Erbrechen, Verstopfung, vermehrter Speichelfluss, Bauchschmerzen, Gähnen, Entzündung der Schleimhaut, Herzrasen, Kopfschmerzen, Zittern, Kribbeln auf der Haut, Schwindel, Aufmerksamkeitsstörungen, Agitation, Libidoverminderung, Verwirrtheit, abnormale Träume, Nervosität, Ängstlichkeit, Konzentrationsstörungen, Gewichtsabnahme.

Gelegentlich (0.1-1%): Ödeme, erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut, Haarausfall, Nesselfieber, erhöhte Leberenzymwerte, Husten, Atemnot, Blutdruck-Beschwerden, niederige Herzschlagfrequenz, Tinnitus, Erweiterung der Pupillen, kurze Bewusstlosigkeit, Euphorie, Gewichtszunahme, allergische Reaktionen.

Selten (0.01-0.1%): Störungen des Bewegungsablaufs, Geschmacksstörungen, spontaner Blutaustritt, Hepatitis, Fieber.

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effket (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

Die meisten Nebenwirkungen verschwinden zudem 3-4 Wochen nach Beginn der Therapie (ausg. Libidoverlust falls betroffen).

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Citalopram sollte während der Schwangerschaft nur verabreicht werden, wenn es zwingend erforderlich ist.

Nach Einnahme von Citalopram bzw. anderen SSRIs am Ende der Schwangerschaft, traten bei einigen Neugeborenen folgende Absetzsymptome auf: Ess- und Schlafstörungen, Atmungsschwierigkeiten, Zyanose, Apnoe, Krampfanfälle, Temperaturschwankungen, Hypoglykämie, Tremor, abnormaler Muskeltonus, Hyperreflexie, Emesis, abnormale Irritabilität, Überspanntheit, Lethargie, Schläfrigkeit und anhaltendes Weinen.

Eine SSRI-Exposition in der späten Schwangerschaft kann das Risiko für eine persistierende pulmonale Hypertonie beim Neugeborenen (PPHN) erhöhen.

Citalopram tritt in die Muttermilch über. Es wird angenommen, dass das gestillte Kind ca. 5% der täglichen Dosis der Mutter erhält. Falls eine Behandlung mit Citalopram notwendig ist, soll abgestillt werden.

Print Friendly
Translate »