Cannabis

Der THC-Konsum, also der Konsum von Cannabis, ist nicht nur für die Entstehung von Psychosen gefährlich, sondern auch für eine der affektiven Störungen. Besonders können durch Cannabis längerfristige Angstzustände (insbesondere Soziophobie) ausgelöst werden, welche auch nach Beendigung des Konsums weiter Anhalten.

 

Was ist Komorbidität? Die Antwort finden Sie bei den Begriffserklärungen.

 

Alle Erfahrungen und Studien lassen eindeutig darauf schließen, dass Cannabiskonsumenten in weit höherem Maß unter Soziophobie leiden als der Bevölkerungsdurchschnitt. Unklar ist, ob sich daduch die Konsumenten selbst „behandeln“ oder Cannabis die Soziaphobie auslöst. Nach einer Schätzung der World Health Organization (WHO = Weltgesundheitsorganisation) leiden 7 % der Weltbevölkerung ein Leben lang unter der Störung. Der Anteil Cannabis-Konsumenten ist dabei exorbitant hoch. Anders sieht es bei Panik-Attacken aus. Die Dauer des Konsumes ist dabei irrelevant. Es gibt Menschen die Konsumieren ein Mal THC und entwickeln eine Angststörung und es gibt Menschen die konsumieren jahrelang Cannabis, bis vom einen Moment auf den Anderen Angstzustände auftauchen. Der Zusammenhang von Panik-Attacken welche durch Cannabiskonsum ausgelöst werden ist wissenschaftlich erwiesen.

Auf der anderen Seite wurden teilweise erfolgreiche Versuche gemacht Angststörungen mit Cannabis zu behandeln. Dies bedurfte jedoch einer individuell ärztlich abgestimmten Zusatzmedikation. Bei Menschen ohne dieser individuellen Begleitmedikation bewirkte die Behandlung mittels THC mehrheitlich das Gegenteil. Nur eine geringe Anzahl der Probanden reagierte positiv.

Ähnlich sieht es bei den Depressionen aus. Cannabis ist nicht bekannt dafür, dass es Depressionen auslösen kann. Jedoch kann bei Menschen, welche bereits eine genetische Voraussetzung für Depressionen haben Cannabis durch seine starken Depersonalisation- und Deralisationszustände eine Depression auslösen. Leichte und mittelgradige Depressionen wurden ebenfalls mittels Cannabis versucht zu Behandeln. Das Resultat war ähnlich wie bei den Angststörungen aber dennoch in anderen Verhältnissen. So haben sich die meisten Behandlungsversuchen mittels THC klar verschlimmert. Auf der anderen Seite war bei einigen Probanden jedoch die Ansprechrate im Vergleich zu den Studien bei Angststörungen deutlich höher, auch ohne Begleitmedikation. Anders als bei den Versuchen mit Angst-Patienten ergab sich beim Konsum von THC fast keine neutrale Reaktion.

 

THC genaue Begriffserklärung hier.

 

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